In den letzten Jahren haben sich zwei Begriffe im Arbeitskontext etabliert, die auf den ersten Blick ähnlich wirken, aber auf grundlegend unterschiedlichen Vorstellungen von Motivation basieren: Gamification und Playfulness. Beide greifen die Idee des Spiels auf, verfolgen jedoch verschiedene Ziele und Wirkungsprinzipien.
Gamification beschreibt den gezielten Einsatz von spieltypischen Elementen in einem Kontext, der selbst kein Spiel ist. Dabei werden spielerische Elemente wie Punkte, Badges und Leaderboards genutzt, um extrinsische Motivation zu erzeugen und gewünschtes Verhalten zu belohnen. Hinter diesem Ansatz steht die Idee, dass Menschen durch Belohnungen und sichtbaren Fortschritt motiviert werden können. Wer eine Aufgabe erfüllt, erhält eine Anerkennung, die das Verhalten verstärkt und idealerweise wiederholbar macht.
Diese Form der Motivation ist extrinsisch geprägt. Das bedeutet, dass der Antrieb von außen kommt. Menschen handeln, weil es einen Anreiz gibt, nicht unbedingt, weil sie die Tätigkeit an sich als erfüllend erleben.
Gamification stellt die Frage:
Wie motiviere ich Menschen, das zu tun, was ich will?
Playfulness setzt an einer ganz anderen Stelle an. Es ist eine Grundhaltung und Kultur, die intrinsische Motivatoren wie Kreativität, soziale Verbundenheit, Neugier und Selbstbestimmung in den Mittelpunkt stellt. Der entscheidende Unterschied liegt in der Art der Motivation. Playfulness stärkt intrinsische Antriebe wie Kreativität, soziale Verbundenheit, Selbstwirksamkeit und Entdeckerfreude. Menschen handeln hier nicht, weil sie belohnt werden, sondern weil sie Freude am Tun selbst empfinden und Sinn in ihrem Handeln sehen.
In einem solchen Umfeld verändern sich auch Dynamiken wie Fehlerkultur und Zusammenarbeit. Fehler werden nicht als Scheitern gewertet, sondern als Teil eines Lernprozesses. Zusammenarbeit entsteht nicht durch Wettbewerb um Punkte oder Rankings, sondern durch echtes Interesse am gemeinsamen Gestalten. Die Energie kommt nicht von außen, sondern aus dem System selbst, genauer gesagt aus den Menschen, die darin agieren.
Playfulness stellt die Frage:
Wie schaffe ich einen Raum, in dem Menschen ihre Potenziale selbst entdecken und entfalten können?
Das macht Playfulness besonders relevant in einer Welt, die zunehmend von Komplexität, Unsicherheit und schnellen Veränderungen geprägt ist. Während extrinsische Anreize gut funktionieren, wenn es um klar definierte Aufgaben geht, stoßen sie dort an ihre Grenzen, wo Kreativität, kritisches Denken und Innovation gefragt sind. Diese Fähigkeiten lassen sich kaum durch Belohnungssysteme erzwingen. Sie entstehen in Umgebungen, die Freiräume bieten und intrinsische Motivation stärken. Genau an dieser Stelle setzt MENSCH DENK AN DICH® mit der Methode play2change© an: Spielen wird hier nicht als Belohnungssystem verstanden, sondern als lebendiger Erfahrungsraum, in dem Menschen mit Leichtigkeit ins Gespräch kommen, eigene Ressourcen entdecken und gemeinsam Lösungen entwickeln. In kürzester Zeit entsteht ein Raum für echte Verbindung, Kreativität und Co-Creation – also genau das, was Playfulness im Arbeitskontext so wertvoll macht. Wer mehr darüber erfahren und die Wirkung selbst erleben möchte, ist herzlich eingeladen, an einem der offenen Workshoptermine teilzunehmen.